Hofstetter Kurt. ZART una cantata moebius


Hofstetter Kurt. ZART una cantata moebius187 Seiten Verlag TRITON Barcelona, Beirut, Viena

Herausgeber: Kiesler Stiftung Wien, Zwei Kongruent Null

Inhalt

Mit Beiträgen von Dieter Bogner, Werner Depauli-Schimanovich, Barbara Doser, Thomas Mießgang, Bariaa Mourad, Monika Pessler, Gerald Alcyon Pío Fromm, Peter Weibel

Am 29 April 2008 wurde die Möbiuskantate ZART in der Kiesler Stiftung Wien uraufgeführt. Im Jahre 2009 hat Hofstetter Kurt das Projekt zur Herausgabe eines gleichnamigen CD-Buches initiert und AutorInnen aus Kunst und Wissenschaft um einen Textbeitrag gebeten. Schließlich hat TRITON | Barcelona dieses Projekt 2010 übernommen und zur Realisierung gebracht.

Konzepte der Endlosigkeit und Barrierefreiheit haben Friedrich Kieslers Lebenswerk bestimmt. Die Kiesler Stiftung in Wien, die sein Wirken erforscht, agiert im Sinne des US-österreichischen bildenden Künstlers, Bühnenbildners, Designers und Architekten, wenn sie Disziplinen übergreifende Meilensteine präsentiert. Die »Moebius-Kantate« des Künstlers und Mathematikers Hofstetter Kurt ist ein solcher. Er kommt mit wenigen Soundpartikeln aus, die in der Twilight Zone zwischen Minimal und Ambient Music assembliert werden. Moebius-Sound analog der zweidimensionalen Struktur der Moebiusschleife bedeutet nun, dass ein und derselbe Klang gleichzeitig auf einer Spur vorwärts und auf der anderen rückwärts gespielt wird. Damit erfolgt eine Aufhebung des Raum-Zeit-Kontinuums. Retro geht nicht, und Futur auch nicht, die Musik ruht in sich selbst. Besonders schön umschreibt Peter Weibel das Phänomen dieser Musik, die sich nicht der Zeit unterwirft, in seinem Beitrag (aus der uneingeschränkt zu empfehlenden, die CD als Buch begleitenden Textsammlung mit Barbara Doser, Monika Pessler, Thomas Mießgang, Werner DePauli-Schimanovich, Bariaa Mourad, Gerald Alcyon Pío Fromm, Dieter Bogner) »Musik, Mathematik, Raum«: »Für diese Musik [??] gibt es nur die Zeitform des Jetzt. Denn das Jetzt ist in der Tat die einzige Zeitform, die der Mensch kennt. Das Dasein des Menschen ist der Kampf um die Fortsetzung des Jetzt. Hört das Jetzt auf, hört das Leben auf.«