Das Recht mit Füßen treten

Peter Weibel
Das Recht mit Füßen treten, 1972
Textaktion, Text-Environment
Kreide, Passanten

Foto: Performance: Studententag, Stift Melk, 23.05.1968 [Videorekonstruktion, 1972]

„Während einer Gruppen-Ausstellung war der Boden des Raumes mit dem Wort >Recht< voll beschrieben worden, so dass die Leute beim Betreten des Raumes und Betzrachten der Objekte zu eigentlichen Vollziehern des Gedichtes wurden. Indem ihre Füße auf die Wörter „Recht“ traten, realisierten sie die Bedeutung der Redewendung „das Recht mit Füßen treten“. Der pragmatische (kommunikative) Aspekt eines Kunstwerkes realisierte erst die eigentliche Gestalt und Semantik dieses Werkes. Ohne den Betrachter/Benutzer wäre kein Werk vorhanden gewesen. Erst durch seine Partizipation wurde es produziert.“
[Peter Weibel, Mediendichtung, Wien 1982]