Vita

Foto: Robert Newald, 2018

KURZBIOGRAFIE
Peter Weibel (*1944) gilt als ein zentraler Akteur der europäischen Medienkunst. Als Künstler, Theoretiker, Kurator, Vorstand des ZKM Karlsruhe sowie Direktor des Peter Weibel Forschungsinstituts für digitale Kulturen an der Universität für angewandte Kunst Wien ist er an den Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft tätig. Er leitete u.a. die Biennale in Sevilla und Moskau, die Ars Electronica in Linz sowie das Institut für Neue Medien der Städelschule in Frankfurt.

BIOGRAFIE
Peter Weibel (*1944) gilt als ein zentraler Akteur der europäischen Medienkunst und als Pionier der digitalen Wende. Als Künstler, Theoretiker, Kurator und künstlerisch-wissenschaftlicher Leiter
ist er an den Schnittstellen von Kunst und Wissenschaft tätig.

Peter Weibel lehrt ab 1976 an zahlreichen Hochschulen, unter anderem an der Universität für angewandte Kunst Wien, dem College of Art and Design in Halifax, Kanada und der Gesamthochschule Kassel. Als Associate Professor for Video and Digital Arts (1984–1989) baute er am Department for Media Study der State University of New York in Buffalo, N. Y., das Digital Arts Laboratory auf. Er war von 1984 bis 2017 Professor für visuelle Mediengestaltung an der Universität für angewandte Kunst in Wien, von 1989 bis 1994 leitete er als Gründungsdirektor das Institut für Neue Medien an der Städelschule in Frankfurt am Main. Seit 2017 ist er Direktor des Peter Weibel Forschungsinstituts für digitale Kulturen an der Universität für angewandte Kunst Wien. Im Wintersemester 2018/2019 hatte er eine Gastprofessur an der Kunstakademie Düsseldorf inne.

Von 1986 bis 1995 war er künstlerischer Leiter der Ars Electronica in Linz, von 1993 bis 1999 Österreichs Kommissär der Biennale von Venedig, 2008 künstlerischer Leiter der Biennale von Sevilla (Biacs3), 2011 künstlerischer Direktor der 4. Moskau Biennale für zeitgenössische Kunst und von 1993 bis 1998 Chefkurator der Neuen Galerie in Graz. Seit 1999 ist er Vorstand des ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe.

In seiner langjährigen Tätigkeit als Medien- und Konzeptkünstler bearbeitet Peter Weibel Themenfelder wie die Mechanismen der Wahrnehmung und des Denkens, die Eigenwelt der Apparate, die Krise der Repräsentation und des Bildes, die Zukunft des Museums, die Beziehung von Kunst, Politik und Ökonomie und die Bedingungen des Betriebssystems Kunst. Mit seinem Gesamtwerk nimmt Peter Weibel entscheidende Entwicklungen in der Kunst des ausgehenden 20. und des 21. Jahrhunderts vorweg und formuliert überkommene Werk- und Kunstbegriffe unter den Bedingungen des Medienzeitalters radikal neu.

Peter Weibel erhielt zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem 2004 den Käthe-Kollwitz-Preis, 2007 die Ehrendoktorwürde der University of Art and Design Helsinki, 2013 die Ehrendoktorwürde der Universität Pécs, Ungarn, 2010 das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse, 2014 den Oskar-Kokoschka-Preis sowie 2017 den Österreichischen Kunstpreis in der Kategorie Medienkunst. 2020 wird ihm der Lovis-Corinth-Preis verliehen.