Alle Artikel mit dem Schlagwort: 1977

Ichmasse. Massenich (1982)

(Idee: 1977) Medienpoesie, Kulturhaus, Graz, 1982 „Zwischen drei Magnetophonen ist eine riesige Tonbandschleife gespannt. Auf Tonband wandert das gesprochene Wort ‚Ich‘ von Magnetophon zu Magnetophon. Ist das Tonband bei einem Magnetophon und einer Person angekommen, sagt das Magnetophon: Ich. Alle abgebildeten Personen beanspruchen das gleiche Ich, ihr Ich. (Endlosschleife)“ [Peter Weibel, Romana Schuler, Bildwelten 1982-1996, S. 69]

Video Lumina (1977)

(Idee: 1972), Video-Environment, Fernseher, Videorekorder Galerie Magers/Bonn, 22.04.- 22.05.1977 „7 Monitore, auf denen stets ein und dasselbe Auge blinkt, sind so aufgestellt (in verschiedenen Winkeln und Höhen), dass sie eine begehbare Skulptur, einen Skulpturraum, bilden, wobei von jeder Position am Rande dieser Plastik aus den Betrachter jeweils 4 Monitore/Augen anblicken. Der Sehakt, die räumliche Dimension des Sehens werden thematisiert. Augen sehen Augen. Video – ich sehe. Lumen (Lumina, pl.) – Lichtquelle, Auge, vgl. illuminiert. Video lumina – ich sehe Augen. Ich sehe Augen – Augen sehen mich. Beim Sehen gesehen werden – beim Beobachten beobachtet werden. Aber auch Video als Gegensatz von Film: Video lumina als Gegenstück von Camera Obscura. Bei der Camera Obscura ist die Lichtquelle, der Bildwerfer (die Sonne) außen, ebenso das Auge. Bei Video Lumina ist die Lichtquelle, der Bildwerfer (Kathodenröhre) innerhalb des Apparates, ebenso das Auge. Ist der Filmprojektor eine Imitation der Sonne, wovon der Projektorstrahl noch zeugt, so ist die elektronische Bildröhre von den „natürlichen“ Abbildungsverhältnissen weit entfernt, sie ist künstlich, synthetisch, vom Menschen selbst geschaffener. Wer das Auge auf …