KUNSTFORUM INTERNATIONAL Bd. 209

KUNSTFORUM INTERNATIONAL Bd. 209424 Seiten Verlag Kunstforum International

Inhalt

Die Sammler gelten als die eigentliche Macht im Kunstbetrieb. Sie ernähren Künstler, Galeristen, Auktionshäuser und inzwischen auch die chronisch unterdotierten Museen. Von ihnen lassen sie sich ihre Sammlungen adeln, schließen die Lücken der Ankaufsetats oder bauen zu Ehren ihrer Konvolute kurzum eigene Museen. Mancher wird ob der ewigen Diskussionen über die Sammler müde – doch ihre Bedeutung ist seit Jahrhunderten unumstritten. Und neue Phänomene beeinflussen den Markt: das teilweise anonyme Eingreifen von Investmentgesellschaften mit schier unbegrenzten finanziellen Mitteln wandelt die Marktmechanismen. Ändert sich damit auch die Bedeutung des „klassischen“ Sammlers? Spannend bleibt damit die Frage, wie werden heute Künstler und die Preise ihrer Kunst gemacht. Und spannend bleibt auch die Frage nach dem Menschen und seiner Obsession hinter der Sammlermacht. KUNSTFORUM befasst sich in zwei Bänden mit diesem Phänomen, bietet neben Beiträgen zahlreicher Theoretiker ausführliche Gespräche mit circa 30 der angesagten Sammler, die offen antworten und teilweise zulassen, wie auf „der Couch“ befragt zu werden.

Inhaltsverzeichnis

I. THEORETIKER

JURGEN HARTEN
Der Geschmack des Geldes
Ein Brief an den Herausgeber

PETER WEIBEL
Die Allmacht der Sammler

LUC BOLTANSKI
Die Welt der Kunst im Bann
des neuen Geistes des Kapitalismus

II. SAMMLER

HANS GROTHE
Über Spiel, Risiko und Geld

DAKIS JOANNOU
Jeff Koons ist die Spitze
des Zeitgenössischen

THOMAS OLBRICHT
Fasziniert vom Fremden

HARALD FALCKENBERG
Die Refeudalisierung
des Kunstmarktes

DIE HEILIGE
MACHT DER SAMMLER

EINE DOKUMENTATION IN MEHREREN TEILEN
MIT GESPRÄCHEN VON HEINZ-NORBERT JOCKS

Editorial

HEINZ-NORBERT JOCKS
Leben auf dem Friedhof der Dinge
Über die Sammler und das Sammeln