Herbert Brandl

Herbert Brandl Seiten Verlag Hatje Cantz

Ausstellung: Neue Galerie Graz am Landesmuseum Joanneum 15.6.- 25.8.2002

Hrsg. Günther Holler-Schuster, Peter Weibel

Texte von Ulrich Loock, Peter Weibel, Denys Zacharopoulos

Beiträge von Hans Ulrich Obrist

Inhalt

Herbert Brandl ist einer der herausragenden Vertreter der »Neuen Malerei«, die sich in den 1980er Jahren nicht zuletzt als Reaktion auf eine akademisch gewordene Konzeptkunst entwickelte. Der österreichische Künstler nahm seit Mitte der achtziger Jahre an den international bedeutendsten Ausstellungen teil, darunter 1992 an der documenta IX in Kassel, doch ist sein Werk einem breiterem Publikum bisher weit gehend unbekannt geblieben. Der Band dokumentiert anhand ausgewählter Arbeiten die Werkentwicklung des Künstlers bis in die jüngste Zeit. »Sosehr sich Herbert Brandls Malerei auf eine Herkunft beruft – auf die Landschaft -, sosehr handelt es sich um eine metasprachliche Malerei. (…) Trotz des hohen Grades an Emotionalität und Subjektivität bleibt eine starke analytische Komponente bestehen. Ohne das Reglement zu verlassen, bewegt er sich in diesem sehr frei, nach Möglichkeiten suchend, das Scheitern mitbedenkend – kann man noch malen, was kann man malen? (…) Hat das bürgerliche Dekorationsbedürfnis, das die Kunst, sowohl die von Turner als auch die von Pollock, an den Wänden >vertrocknen< lässt, überhaupt noch die Möglichkeiten übrig gelassen, Tafelbilder zu malen? Herbert Brandl hat zweifellos Möglichkeiten gefunden, darzustellen und zugleich auch das Darstellen darzustellen« (Günther Holler-Schuster). Zum Künstler: Herbert Brandl *1959 in Graz. Studium an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien, unter anderem bei Peter Weibel. Lebt und arbeitet in Wien.