Giuseppe Uncini – Scultore / Bildhauer. 1929–2008

Giuseppe Uncini Scultore Bildhauer. 1929–2008142 Seiten Verlag Skira editore, Milan

Texte auf Deutsch und Italienisch

Inhalt

Die zahlreichen Werke von Giuseppe Uncini in den ständigen Sammlungen des Museo di arte moderna e contemporanea di Trento e Rovereto (Mart) bildeten den Ausgangspunkt für die von Gabriella Belli, Peter Weibel und Christa Steinle im Jahr 2008 kuratierte Werkschau. Der nur wenige Monate nach Uncinis Tod erschienene Katalog zur monographischen Ausstellung enthält neben einer breiten und repräsentativen Auswahl des italienischen Künstlers – der fraglos zu den originellsten Vertretern zeitgenössischer Bildhauerei gehört – auch einige seiner späten monumentalen Arbeiten.

1929 in Fabriano geboren, gelangt Uncini nach ersten Versuchen auf dem Gebiet der Informellen Kunst zur Bildhauerei, wobei er in seinen frühen Werken Komponenten aus Erde, Sand, Zement und Asche verwendet. 1961 begründet der Künstler zusammen mit Biggi, Carrino, Santoro und Frascà die Künstlervereinigung Gruppo Uno. Gleichzeitig verwirklicht er die Serie seiner Arbeiten aus Stahlbeton, in denen der kreative Prozess und die Materie zu Formen von gewaltiger tektonischer Kraft zusammengeführt werden. Viele seiner Arbeiten aus den fünfziger Jahren – die Verwendung von Materie im Sinne eines urbanen Fragments oder Strukturmusters – scheinen den amerikanischen Minimal Art bekannten »Primärstrukturen« zu antizipieren.