Die Kunst des Denkens (FUNDUS 164)

Die Kunst des Denkens (FUNDUS 164)280 Seiten Verlag Philo Fine Arts

Mit einem Nachwort von Peter Weibel

Inhalt

»In unserem aktuell gegebenen kulturellen Klima sind die Kunstinstitutionen praktisch die einzigen Orte, an denen wir einen Schritt von unserer eigenen Gegenwart zurücktreten und sie mit anderen historischen Epochen vergleichen können. In dieser Hinsicht
ist der Kunstkontext fast unersetzbar, da er sich besonders gut dazu eignet, die Ansprüche des mediengeleiteten Zeitgeistes kritisch zu analysieren und in Frage zu stellen.«

Boris Groys hat sich als einer der bedeutendsten Kulturtheoretiker Europas etabliert. Seine Schriften sind gekennzeichnet durch eine ungewöhnliche Themenwahl und eine ebenso ungewöhnliche Betrachtungsweise. Geschult am philosophischen Denken der Aufklärung, vertraut mit den Dialektiken von Hegel bis Lenin, gelingt es Groys, die unterschlagenen Momente der Moderne an das Licht der Vernunft zu zerren und im Namen der Wiederholung einen anderen Blick auf die Kunst zu werfen, gewissermaßen die Ästhetik von den Füßen (des Kunstbetriebs) auf den Kopf (der Weltbetrachtung) zu stellen. Die in der Kunst des Denkens versammelten Kunstkommentare von Boris Groys verwandeln die Ästhetik aus einer Rhetorik des Begehrens in eine Rhetorik des Denkens. Sein Prinzip der Wiederholung, welches das Prinzip des Konsums ersetzt, ist im Kern dem Ethischen verpflichtet, d.h. letztendlich einer Logik des Politischen.

Inhaltsverzeichnis

Die Pflicht zum Selbstdesign

Die Logik der Gleichberechtigung

Politik der Unsterblichkeit

Das Schicksal der Kunst im Zeitalter des Terrors

Die Körper von Abu Ghraib

Der Kurator als Ikonoklast

Mimesis des Denkens

Auf der Suche nach der stehenden Zeit

Das Innenleben einer Konservendose

Bilder des Denkens

Ein Sammler seiner selbst

Installierte Betrachter

In der Kunst leben

Privatisierungen oder Die künstlichen

Paradiese des Postkommunismus